29
Mai

BIG-Appetizer: Interview mit Maik Zirbes

zirbes21

Auf unserer Website präsentieren wir euch monatlich einen BIG-Appetizer aus der vorangegangenen Ausgabe. Diesen Monat zeigen wir euch das Interview mit Maik Zirbes aus der BIG #20.

MAIK ZIRBES hat es als Nachfolger von Tibor Pleiß bei den Brose Baskets Bamberg nicht einfach. Der Center musste schon Kritik von Manager Wolfgang Heyder und den Fans einstecken. Im BIG-Interview räumt der Nationalspieler mit Missverständnissen auf und zeigt sich als harter Arbeiter, der weiß, wie schwer der Weg an die Spitze ist

 

Vor Monaten hat er sein Fett abbekommen, als seine Entwicklung ausgerechnet vom Manager der Brose Baskets Wolfgang Heyder mit einem wortgewaltigen Statement besonders geschmackvoll „gewürdigt“ wurde. Für Maik Zirbes war es ganz sicher diese mediale Keule, die ihn im Interview-Nahkampf nur äußerst vorsichtig reagieren ließ. Während der durchaus offen antwortende 23-jährige Nationalspieler im Gespräch versucht, nirgendwo anzuecken, er es vermeidet, die ihm zuletzt häufig unterstellte Arroganz auszustrahlen, haben wir versucht, ein ganz normales Interview zu zimmern. Einen Dialog mit dem legitimen Pleiß-Nachfolger auf der Center-Position der Franken, der dem 2,07 m großen, kurz geschorenen Koloss die Möglichkeit eröffnet, ein kurzes Zwischenfazit seiner ersten fränkischen Momente zu ziehen, eine Chance, Sachen richtigzustellen, über Probleme zu sprechen, seine Sicht der Dinge auf die „Causa Heyder“ zu erwidern, die ihn seiner Meinung nach in ein (viel) zu schlechtes Licht gerückt hatten.

Passend zur momentanen sportlichen Situation bei den Brose Baskets ist es ein bewölkter Tag Anfang April, an dem sich die Sonne hinter der Stechert-Arena einen Weg durch das schwülstige Grau zu bahnen versucht. Die Szenerie am Firmament hat etwas aus einem Endzeitfilm, fränkische Postapokalypse quasi. Bevor wir hinter der Spielstätte an Gothaer Bierkästen vorbei die ersten Fotos schießen können, kommt Kollege Meyer um die Ecke und rettet den Tag mit frischem Kaffee. Im Anschluss stilecht den Presseraum des Deutschen Meisters umfunktionierend, geht es sachlich nüchtern und im passenden Korbball-Ambiente in der Schaltzentrale des Bamberger Basketball-Todessterns um Charakterfragen, Stärken, Schwächen, um einen Rucksack voller mentaler Probleme aufgrund der Euroleague-Top16 sowie um den Weg zurück zum Erfolg.

Statistisch gesehen befindet sich Bambergs Jung-Center zwar noch im Schatten des Exil-Spaniers Pleiß, doch sind die Zahlen in den einzelnen Kategorien längst nicht so bestürzend, wie sie mitunter recht häufig von den sogenannten Internet-Experten kommentiert werden. Natürlich hat der gebürtige Rheinland-Pfälzer gewusst, woauf er sich einlässt, als er die großen Latschen seines Vorgängers überstülpte, und ja, auch das Jahresgehalt des ehemaligen „MIPs“ (2011/2012) dürfte sich im Vergleich zum doch wohl eher schmalen Taler in Trier proportional deutlich „improved“ haben. Dennoch macht man es sich zu leicht, Zirbes aufgrund seiner doch eher introvertierten Art den Kritikern zum Fraß vorzuwerfen. Der Center-Klotz hat schließlich noch viel ungenutztes Potenzial, gilt als Power-Ranger auf der 5 und hat die besten Jahre noch vor sich.

Als Nachfolger von Tibor Pleiß waren es sicher große Schuhe, die es in Bamberg zu füllen galt. Wie fühlt sich das neue Zuhause an, haben sich die Erwartung an Bamberg bisher erfüllt?

Ich hatte das Gefühl, dass ich für den nächsten Schritt bereit bin. Natürlich bin ich mir bewusst, dass die Erwartungshaltung in Bamberg und unter den Fans aufgrund der vielen Erfolge in den letzten Jahren ordentlich gestiegen ist. Inwiefern unser Coach Chris Fleming meine bisherigen Leistungen beurteilt, sollte man wohl besser ihn befragen. Ich hab bislang mein Bestes gegeben, werde das auch weiterhin tun und versuchen, den Anforderungen gerecht zu werden. Ich habe den Eindruck, dass unser Trainer mit meiner Leistung nicht unzufrieden ist, sonst würde ich wahrscheinlich nicht die entsprechenden Spielanteile erhalten.

Die Vergleiche mit Tibor werden aus meiner Sicht übertrieben dargestellt. Spieler kommen und gehen. Es stellt sich ja auch keiner hin und sagt, dass Boki Nachbar das Erbe von P.J. Tucker angetreten hat. Tibor und ich sind vom Spielstil viel zu verschieden, um uns miteinander zu vergleichen. Im Profi-Sport ist es an der Tagesordnung, dass neue Spieler kommen, wenn etablierte Spieler sich verabschiedet haben. Jeder hat seine Stärken und Schwächen.

Wo sehen Sie Ihre Stärken, wo Schwächen?

Fangen wir erst einmal mit meinen Schwächen an. Mein nicht sonderlich beständiger Wurf muss noch konstanter werden. Ich werfe zwar besser als viele Leute denken, nehme aber eher seltener offene Schüsse. Auch athletisch gilt es aus meiner Sicht primär bei meiner Schnelligkeit nachzulegen, mein linker Hookshot ist noch ausbaufähig. Letztendlich wird es im Basketball nie langweilig, weil du dich kontinuierlich verbessern kannst und zwar in fast allen Bereichen.

Zu meinen Stärken zähle ich in erster Linie das Pick-and-Roll. Zudem stelle ich gute Blocks für meine Mitspieler. Ich bekomme meine Leute fast immer frei, die ich freigespielt haben möchte. Zudem glaube ich, dass ich über ein ganz gutes Spielverständnis verfüge. Ich will jetzt nicht behaupten, dass dies sich schon auf höchstem Niveau befindet, dennoch habe ich im Vergleich zu anderen Spielern subjektiv schon einen Vorsprung.

Wie macht sich das im Training bemerkbar? Sie haben auf den großen Positionen ja eine ganz ordentliche Rotation.

Mit Philipp Neumann und AJ Ogilvy duelliere ich mich im Training meist mit zwei völlig unterschiedlichen Spielertypen. Einmal muss ich gegen einen athletischen Langen spielen, der andere Gegner ist dafür wesentlich kompakter und spielt körperbetonter. Damit ist schnell die Palette der Gegner des Alltags abgedeckt. Die Variabilität ist enorm hilfreich und tut der Entwicklung ganz gut, wie allgemein fast alles hier. Der Weg, den ich gegangen bin, war aus meiner Sicht der beste, den man gehen kann. Zunächst konnte ich in Trier die Erfahrungen sammeln, habe Spielzeit bekommen und konnte reifen. Das war ja letztendlich der Grundstein für den Wechsel zu den Brose Baskets. Bamberg ist die beste Adresse in Deutschland.

Aus welchen Beweggründen sind Sie nach Bamberg gewechselt? Warum nicht Alba, München oder ein anderer europäischer Klub?

Ich hatte schon ein paar mehr Angebote, zumindest national. Ein Wechsel in Europa war unterdessen gar kein Thema, vor allem in Hinblick auf die 6+6-Regelung in Deutschland. Die Brose Baskets waren der erste Verein, der an mich herangetreten ist. Das war allerdings nicht der ausschlaggebende Punkt. Viel wichtiger waren das Renommee, die Perspektive in einem erfolgreichen Klub mit Euroleague-Ambitionen, die Professionalität des Klubs, die Zusammenarbeit mit Chris Fleming als Coach. Letztendlich ist die Anzahl der Titel, ob Meisterschaft oder Pokal, in den letzten Jahren kein Zufallsprodukt, sondern der Lohn für viel harte Arbeit. Ich halte sehr viel von unserem Trainer. Wir kommen sehr gut miteinander klar. Er weiß ganz genau, wann er schreien muss oder einen ruhigeren Ton anschlagen sollte, hat ein sehr gutes Gefühl für Situationen und Spieler. Meine Vorstellungen von den Qualitäten des Coaches wurden, ohne ihn vorher zu kennen, alle bestätigt. Das war mir bei der Wahl meines neuen Vereins sehr wichtig. Es nützt dir nichts, wenn du an der Seitenlinie einen Schreihals stehen hast, der permanent laut ist. Jeder kennt seine Aufgaben hier, weiß, was wie zu funktionieren hat, vom Bamberger Trainer-Stab über den Staff bis hin zur medizinischen Abteilung.

Apropos medizinische Abteilung. Sie sitzen hier mit einer Hand-Manschette. Was ist mit dem Daumen passiert?

Den Daumen hab ich mir in unserem Euroleague-Spiel gegen Panathinaikos Athen gleich zu Beginn nach vier Sekunden Spielzeit ausgekugelt. Das Band an der Seite ist angerissen, nachdem ich am Arm von Schortsanitis hängen geblieben bin. Da stand innerhalb einer Szene kurz die Saison auf der Kippe. Glücklicherweise dauert es bis zu meiner Rückkehr nicht wirklich lang. Wenn man der Verletzung etwas Positives abgewinnen will oder möchte, dann dass es wesentlich schneller geht als beispielsweise eine Fußverletzung. Wesentlich schlimmer wäre beispielsweise eine Knöchelverletzung gewesen, da du ja automatisch pausieren musst, um deinem Fuß Ruhe zu gönnen, auch im Nachgang mehr Zeit brauchst, weil du erst mal deinen normalen Fitnesszustand wiederherzustellen hast. Es war sozusagen Glück im Unglück. Auch hier war der medizinische Staff des Vereins höchst professionell.

Wie kommen Sie als Rheinland-Pfälzer mit der fränkischen Basketball-Seele klar? Es gab vor ein paar Wochen sehr kritische Worte in Ihre Richtung von Manager Wolfgang Heyder.

So viel will ich dazu eigentlich gar nicht sagen, da das Thema schon ausgiebig durchgekaut wurde. Es hat riesengroße Wellen geschlagen. Die Geschichte hat uns allen nicht gutgetan. Die Ansicht mir gegenüber war danach völlig hinüber. Es gab und gibt viele, die mich als eine Person gesehen haben oder immer noch sehen, die ich absolut nicht bin. Es gibt etliche Leute, die sich nur anhand eines Zeitungsartikels ein vorschnelles Urteil über einen bilden. Das finde ich persönlich sehr schade. Ich bin absolut nicht so, wie es im damaligen Artikel beschrieben wurde. Aus diesem Grund gab es danach auch Einzelgespräche mit Wolfgang Heyder und mit den Coaches. Ich habe mich mit meiner Freundin, mit meinen Eltern zusammengesetzt, weil mir dieser Artikel, wenn ich ehrlich bin, schon ziemlich nahegegangen ist. Ich wurde als jemand beschrieben, der genau in das Schema einer Person passte, die ich selbst normalerweise nicht leiden kann. Ich konnte mir in dem Moment auch nicht erklären, woher die Kritik kam. Wolfgang Heyder und ich haben uns im Anschluss zusammengesetzt, kamen überraschend gut miteinander klar, konnten ganz offen miteinander reden und die Probleme ausräumen. Ich glaube, dass er erkannt hat, dass ich nicht so bin, wie ich in diesem Artikel dargestellt wurde.

Dann war es ein Kommunikationsproblem oder hatten Sie sich vorher nicht genug miteinander unterhalten?

Es gab schon immer wieder mal zwischendurch Gespräche, allerdings waren da keine längeren Unterhaltungen dabei und es war ja jetzt auch nicht so, als ob wir uns jeden Tag zum Kaffeetrinken verabreden. Natürlich kannte ich ihn als unseren Manager, allerdings hat er eben auch seinen ganz regulären Alltag und noch genügend andere Sachen zu tun. Für mich hatte sich nach dem Interview mit ihm zunächst auch ein falsches Bild von ihm ergeben. Doch auch das konnte in unserem Gespräch ausgeräumt werden. Wir haben uns wie echte Männer hingesetzt, auf Augenhöhe miteinander geredet und das Thema ein für alle Mal geklärt. Zwischen den beiden betroffenen Personen ist alles gegessen. Ich mag ihn.

Kaum sind die Wogen im Miteinander geglättet, läuft es sportlich nicht mehr so rund. Kann man das so sagen? Bamberg ist im Pokal gegen München zu Hause rausgeflogen, die Euroleague hat physisch und mental kräftig Körner gekostet und ob es dieses Jahr zur Meisterschaft reicht, steht auch noch in den Sternen.

Es gibt immer Leute, die von Krise oder Weltuntergang reden. Zunächst mal bin ich kein Fan davon, Ausreden zu suchen oder Verletzte vorzuschieben. Aber irgendwie haben wir derzeit die Seuche. Unterm Strich haben wir mehr Angeschlagene und Verletzte als andere Vereine. Matt Walsh, John Goldsberry, AJ Ogilvy, Jeremiah Massey, etliche Leistungsträger, die die Trainingssituation nicht einfacher machen. Ich erinnere mich an das Training in Bonn, als Arne Woltmann im Training einspringen musste, weil wir nur neun gesunde Spieler hatten. Das macht es dem Coach schwer, einen anständigen Rhythmus zu finden. Du musst ja vor jedem Spiel irgendwie umstellen, auf Ausfälle reagieren. Dennoch machen wir zu oft einfache Fehler, die wir uns nicht erlauben dürfen. Wenn du auf der Straße nach Niederlagen angesprochen wirst, ist das nicht einfach. Wir verlieren ja nicht mit Absicht, arbeiten daran, wieder in einen Erfolgs-Rhythmus zurückzufinden.

Sie haben von gefühlten 100 Euroleague-
Spielen 99 mit weniger als einem Punkt verloren. Schleppt man dadurch einen mental schweren Rucksack mit durch die Bundesliga?

Es waren acht Spiele mit weniger als fünf Punkten, davon drei nach Verlängerung. Auf gut Deutsch geht einem das als Spieler hart auf den Sack. Wenn du mit 20 Punkten Differenz als Verlierer vom Parkett gehst, weißt du, dass dein Gegner verdient gewonnen hat. Bei den ganzen engen Dingern bleibt halt der Gedanke zurück: Du hättest ja auch gewinnen können, hast es am Ende aber wieder nicht geschafft. Sicher ist das auch einer der Punkte, die uns momentan runterziehen und in der Liga Spiele kosten. In den letzten beiden Jahren, als ich noch gegen die Brose Baskets gespielt habe, standen die Bamberger in Trier auf dem Parkett und sind vor Selbstvertrauen fast geplatzt. Wir haben in der BBL die Tabelle lange deutlich angeführt, haben dann die Top16 erreicht, dort die engen Niederlagen kassiert und diese Ergebnisse mit in die Bundesliga genommen. Das ist natürlich Gift, und da müssen wir in den Wochen bis zum Playoff-Start die Kurve kriegen.

In Bamberg gibt es nicht wenige Experten, die sagen, dass es doch schlauer gewesen wäre, entsprechende Spielzeit in Philipp Neumann zu investieren statt in Maik Zirbes. Wie sieht Ihre Meinung dazu aus?

Es wird allgemein viel erzählt. Da würde mich das nicht großartig wundern. Die Ansicht einiger Bamberger mir gegenüber ist sicher nicht die, wie ich sie mir insgeheim erhofft hatte. Ich habe keine Ahnung, was in den Leuten vorgeht, und es kann ja auch jeder seine Meinung vertreten. Wenn ich mich um jeden kümmern müsste, der irgendetwas Negatives über mich erzählt, hätte ich wahrscheinlich keine Zeit mehr, um mich auf den Basketball zu konzentrieren. Natürlich ist das traurig, wenn man solche Geschichten hört. Als Beispiel sei nur die Szene in Athen erwähnt. Ich hab mir die Hand verletzt, komme zum Doktor und sage ihm, er soll mir den Daumen reinziehen, eine Pferdedosis verpassen, damit ich weiterspielen und der Mannschaft helfen kann. Solche Sachen sehen die Fans nicht. Vielleicht komme ich wirklich arrogant rüber. Doch auch wenn ich mich wiederhole, so bin ich tatsächlich nicht. Philipp spielt momentan super, und ich denke, dass wir beide Bamberg stärker weiterhelfen als nur einer von uns beiden.

Hat Maik Zirbes Zukunftspläne, die nicht auf die Silbe NBA enden?

Ich hab das Ziel, so hoch zu spielen, wie es für mich möglich ist, will nach meiner Karriere sagen können: Ich habe alles gegeben. Derzeit bin ich in Bamberg in meinem ersten Jahr, habe ja erst einen Dreijahresvertrag unterschrieben, und denke, dass es hier noch genug zu tun gibt. Insofern will ich da noch gar nicht über den Tellerrand der nächsten Jahre schauen. Ich weiß noch nicht, bis wohin es reichen kann, fühle mich hier wohl und konzentriere mich auf die Brose Baskets.

Sie waren beim letzten NBA-Draft als 90er-Jahrgang automatisch angemeldet. Gab es Interessenten, die in Erwägung gezogen hatten, Sie zu picken?

Ich hatte mich tatsächlich mit einem NBA-Team unterhalten. Die hatten überlegt, mich eventuell in der 2. Runde zu picken. Am Ende hat sich das aber zerschlagen, insofern will ich über die ungelegten Eier nicht sprechen und auch keine Namen nennen.

Tim Ohlbrecht hat es in Houston geschafft, über den Leidensweg der D-League einen Vertrag zu bekommen, wird derzeit aber wieder beim Farmteam geparkt.

Der Weg, den er gewählt hat, war mit sehr viel Risiko behaftet. Du verdienst kaum Geld, hast Deutschland den Rücken gekehrt und bekommst keinen Garantie-Vertrag. Insofern Respekt für Tims Mut und die Durchsetzungskraft. Ich freue mich für ihn. Er war bei der Nationalmannschaft ja auch mein Zimmerpartner. Er hat es jetzt halbwegs hinbekommen, hat seine ersten NBA-Minuten gespielt. Der Weg dahin, das Risiko wären mir persönlich allerdings zu groß gewesen.

Es gibt die These, dass eine Erhöhung der „Pflicht-Deutschen“ zu viele satte Spieler produziert, die sich nur aufgrund ihrer Nationalität quälen wollen oder können.

Zunächst halte ich von der These nicht wirklich viel. Natürlich wird es immer gute und weniger gute deutsche Spieler geben. Am Ende, und davon bin ich überzeugt, wird sich aber immer Qualität durchsetzen. Die Gefahr, die einige Experten bei jungen deutschen Spielern sehen, dürfte sich von Liga zu Liga nach oben hin immer mehr minimieren. Wer oben ankommt, hat sich den Platz in der BBL verdient, aber auch hier braucht es, wie schon bei Dirk Nowitzki, das richtige Timing und die passenden Begleitumstände.

Bleibt Dirk Nowitzki Ihrer Meinung nach auf lange Sicht der einzige Deutsche mit einer derartigen Karriere?

Ich glaube, Dirks Karriere ist einzigartig und mit keiner anderen Karriere zu vergleichen. Er hatte ein gutes Timing, war zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort, hatte das entsprechende Glück und sich diese Chance mit harter Arbeit auch verdient. Ich kenne ihn persönlich nicht, hab ihm mit 16 mal die Hand gegeben und mir anfänglich darauf etwas eingebildet. Vor drei Jahren habe ich die Biografie geschenkt bekommen und, obwohl ich eigentlich ungern lese, angefangen darin zu stöbern. Das war schon ganz interessant. Er hatte damals schon die entsprechende Größe, kam vom Tennis, wo die Fußarbeit auch extrem wichtig ist, und hatte in Würzburg ein Umfeld, in dem er perfekt gefördert wurde. Aufgrund dieser vielen Variablen in Kombination mit seiner unglaublich Arbeitseinstellung und einem motivierten Coach ist Dirk jetzt da, wo er steht. Wer jetzt der nächste Deutsche sein könnte, der sich in der NBA einen Namen macht, kann ich nicht beantworten. Da bin ich der falsche Ansprechpartner, weil ich beim amerikanischen Basketball nicht wirklich mitreden kann.


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