23
Feb

Dreiklassengesellschaft

Vor kurzem ist es wieder passiert, dieses Mal hat es Alba Berlin erwischt. Der ehemalige Serienmeister musste zwei überraschende Niederlagen gegen Frankfurt und Oldenburg hinnehmen und hat sich nun sogar von der Tabellenspitze verdrängen lassen. Für viele waren die Schlappen der Albatrosse unerwartet und ein Beweis für die Ausgeglichenheit der Basketball-Bundesliga.

Göttingen gewinnt in München? Bamberg stolpert in Braunschweig? Alles schon passiert. Mehr als die halbe Liga kämpft gegen den Abstieg oder um die verbleibenden Playoffplätze, kaum ein Spiel kann prognostiziert werden. Die Basketball-Bundesliga bietet reichlich Spannung, die Zeit der Serienmeister ist vorbei. Oder etwa doch nicht?

Ein Blick auf die diesjährige Tabelle zeigt, dass die Liga grob in drei Klassen eingeteilt werden kann:

1. Das Spitzentrio mit den „großen B’s“

Berlin, Bamberg und Bayern spielen die vorderen Plätze unter sich aus, trotz verschiedener Ausrutscher treten alle drei Mannschaften zu dominant auf und sind immer die heißesten Titelkandidaten.

2. Sicher in den Playoffs

Hinter dem Spitzentrio sammelt sich eine Gruppe aus Teams, die zwar relativ sicher in den Playoffs stehen, aber weder nach oben noch nach unten viel Luft haben. Dazu gehören Bonn, Ulm und Oldenburg. Eigentlich auch Quakenbrück.

3. Playoffs oder Abstiegskampf?

Alles ist möglich Extrem ausgeglichen wirkt das Teilnehmerfeld ab Platz sieben. Innerhalb weniger Spieltage kann jedes Team nach unten durchgereicht werden, fast niemand ist sicher. Außer vermutlich Crailsheim. Die Merlins sind nämlich schon so gut wie abgestiegen und konnten erst drei Siege verbuchen. Die Ausgeglichenheit der Liga ist seit ein paar Jahren eigentlich nur ab Platz sieben und acht gegeben. München, Berlin, Bamberg, Quakenbrück, Bonn, Ulm und Oldenburg waren schon in den letzten beiden Jahren in den Playoffs dabei. Das letzte Mal, dass aus dieser Gruppe ein Team fehlte war Oldenburg im Jahr 2012. Das dürfte auch in diesem Jahr so bleiben, einzig Quakenbrück muss noch zittern.

Einsamer könnte in Zukunft auch der Kampf um Platz eins werden. Alba droht im kommenden Sommer ein Umbruch, finanziell ist der Ex-Krösus schon hinter Bamberg und München gefallen und kann dies gerade so noch sportlich kompensieren. Vermutlich dürfte die Verfolgergruppe im nächsten Jahr also um noch ein Team größer werden. Doch wo bleiben die echten Überraschungen? Zuletzt sorgte Würzburg als Aufsteiger im Jahr 2012 für Furore und schmiss Alba im Viertelfinale raus. Heute erscheint ein solches Szenario eher unwahrscheinlich. Die Liga ist in der Spitze gefestigt, die Anarchie tobt auf den Plätzen dahinter. Ausgeglichenheit als Markenzeichen der BBL? Das könnte fürs erste vorbei sein. Bamberg und München werden den Ton angeben.

 

 


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