13
Jul

Ein Scherbenhaufen mit Namen

Es dauerte nur ein Tag, dann kollabierten alle Pläne der Dallas Mavericks. Wie ein Kartenhäuschen brach alles auseinander: all die Ideen für die Zukunft, Wochen und Monate der Überzeugungsarbeit, wurden in wenigen Momenten zerstört. DeAndre Jordan hatte sich urplötzlich umentschieden und damit in Dallas einen folgenreichen Scherbenhaufen hinterlassen.

Was passiert ist, versetzte die NBA-Welt in Aufregung und hinterlässt viele Basketball-Fans immer noch sprachlos. Nach einer mündlichen Zusage an die Mavericks bekam Jordan nach einigen Tagen plötzlich kalte Füße und verlängerte sein Arbeitspapier letztendlich bei den Los Angeles Clippers. Die Texaner bekamen nicht einmal mehr die Chance, den Center umzustimmen, weil dieser telefonische Anrufe der Mavericks schlichtweg ignorierte. „Unethisch und respektlos“ nannte Chandler Parsons das Verhalten im Nachhinein auf ESPN. Der Flügelspieler der Mavericks hatte viel Zeit damit verbracht, Überzeugungsarbeit für seinen Klub zu leisten. Im Endeffekt umsonst.

Was diese Posse für Dirk Nowitzki und seinen Klub bedeutet, lässt sich an einem Namen erklären: Zaza Pachulia. Nicht DeAndre Jordan, nicht Roy Hibbert, auch nicht Tyson Chandler wird in der kommenden Spielzeit als großer Spieler an der Seite von Dirk auf dem Feld stehen. Es wird Zaza Pachulia. Ein solider Center aber bei weitem nicht genug für die Ambitionen der Mavericks. Ein alternder Nowitzki bräuchte für seine letzten beiden Vertragsjahre einen athletischen, defensivstarken Big-Man, der im Idealfall auch noch die gegnerische Verteidigung auf sich ziehen kann. Durch die viel zu späte Absage von Jordan sind den Mavericks alle Alternativen bereits weggebrochen. Es blieb Zaza Pachulia und die Resterampe verfügbarer Spieler für den Rest des Kaders.

Selbst wenn ein Aufbauspieler wie Deron Williams nun nach Dallas kommen sollte: Um den Titel werden die Mavericks in diesem Jahr definitiv nicht mitspielen. In der starken Western Conference erscheint selbst eine Playoff-Teilnahme als kleines Wunder. Eigentlich müsste Besitzer Mark Cuban nun die Reißleine ziehen und einen Neuaufbau einleiten. Das könnte Jahre dauern und würde viele Niederlagen einbringen. Es würde aber auch bedeuten, dass Dirk Nowitzki zum Ende seiner Karriere in gar keinem Fall mehr um den Titel mitspielen kann. Eine schwere Situation, die sich schon seit einigen Jahren angebahnt hatte: Dallas versuchte, wettbewerbsfähig und finanziell flexibel zu bleiben, um in jedem Sommer neue Verstärkungen zu holen. Ein Plan, der Jahr für Jahr scheiterte, weil die begehrtesten Spieler letztendlich immer woanders unterschrieben. So wie nun DeAndre Jordan.

Was bleibt nach der Farce um DeAndre Jordan? Zaza Pachulia und die Aussicht, dass Dirk Nowitzki mit den Dallas Mavericks nicht noch einmal die NBA-Trophäe in die Luft strecken wird.


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