01
Mär

BIG-Appetizer: Interview mit Elmedin Kikanovic

Auf unserer Website präsentieren wir euch monatlich einen BIG-Appetizer aus der vorangegangenen Ausgabe. Diesen Monat zeigen wir euch das Interview mit Elmedin Kikanovic aus BIG #60.

 

ELMEDIN KIKANOVIC spielt eine überragende Saison. Der Center von ALBA BERLIN ist einer der Top-Scorer der BBL. BIG sprach mit ihm über die Unterschiede zwischen Sasa Obradovic und Ahmet Caki, den schlechten Saisonstart und die Ausbildung in seiner Heimat Bosnien

 

Interview: Frank Weiss

 

 

Elmedin Kikanovic, spielen Sie die vielleicht beste Saison Ihrer Karriere?

Ja, vielleicht kann man das so sagen. Aber auch die vergangene Saison war gut. Doch in dieser Spielzeit, denke ich, zeige ich meinen bisher besten Basketball. Das Wichtigste ist jedoch das Team. Wir zeigen noch keine Konstanz. Das ist unser größtes Problem. Ich persönlich fühle mich aber sehr gut. Der Coach und meine Teamkollegen vertrauen mir. Es ist mein zweites Jahr hier. Ich fühle mich in Berlin und bei ALBA sehr wohl. Ich kenne die Bundesliga jetzt besser. Für mich persönlich ist alles gut.

Sie haben Ihre Stats in allen Kategorien gesteigert, auch Rebounds und Assists. Kommt das mit der Erfahrung der zweiten Saison in der BBL?

Nun gut, die Rebound-Stats sind noch immer nicht da, wo ich sie gern hätte. Ich arbeite aber daran. Genauso wie am Passspiel. Aber insgesamt bin ich zufrieden. Es geht aber nicht nur um die Zahlen. Ich fühle mich einfach wohl, spiele mit viel Selbstbewusstsein.  Ich habe die Unterstützung des Coaches und meiner Mitspieler. Daher sind meine Punkte nicht nur ein Produkt meines Spiels, sondern des Teams. Bisher läuft es gut. Doch es ist Anfang Dezember und der wichtigste Teil der Saison steht noch bevor.

Sie bringen diese Leistung, obwohl Sie die gesamte Vorbereitung im Sommer aufgrund der Verpflichtungen mit der Nationalmannschaft Bosniens verpassten. Erklären Sie, warum es bei Ihnen dennoch gleich so gut läuft.

Es war nicht einfach, erst fünf Tage vor Saisonbeginn zum Team zu kommen. Ich bin direkt von Stockholm, vom letzten Qualifikationsspiel, nach Berlin gekommen. Dann bin ich gleich mit dem Team zum letzten Vorbereitungsturnier nach Italien geflogen. Am nächsten Tag habe ich das erste Spiel gemacht, mit neuen Teamkollegen und einem neuen Trainer. Die Umstellung war daher nicht einfach. Die wenigen Tage bis zum Saisonstart waren natürlich nicht ausreichend. Doch ich habe versucht, mich auf die grundlegenden Dinge zu konzentrieren, das System schnell zu lernen. Und es ging gut. Es war aber eine große Herausforderung, sich so schnell an das neue System anzupassen.

Dem Team insgesamt ist das nicht so schnell gelungen. Warum?

Das ist schwer zu erklären. Ich hatte schnell ein Gefühl für das System und habe auch eine gute Chemie zu den neuen Kollegen aufgebaut. Aber als Team hatten wir Probleme. Das lag auch daran, dass nur zwei Tage vor mir zwei neue Spieler für die Vier kamen: Tony Gaffney und Paul Carter. Drei Spieler so schnell in ein Team zu integrieren, ist nicht einfach. Das defensive System, die defensive Strategie zu lernen, braucht Zeit. Hier hatten wir zu Beginn die größten Probleme. Aber mit der Zeit wird es immer besser.

Was hat es in der Defensive so schwer gemacht? Das System ist ein anderes als unter Sasa Obradovic. Aber Ahmet Caki hat ja kein neues System erfunden. Als Profi sollte man dies kennen.

Natürlich, wir sind erfahrene Spieler. Die Systeme in der Defensive sind in der Basketballwelt überall sehr ähnlich. Wir haben alle schon in anderen Teams gespielt und wissen, wie es geht. Wir hatten aber Probleme mit der Kommunikation. Es ging nur um uns, um unsere Reaktionen auf dem Court. Wir waren in einigen Spielen nicht auf einer Wellenlänge. In anderen Spielen war es wieder besser. Wie gesagt, Konstanz ist unser Problem. Von Spiel zu Spiel, aber auch innerhalb eines Spiels. Wir spielen teilweise gute, aggressive Full-Court-Defense. Dann lassen wir aus irgendwelchen Gründen zwei, drei Minuten nach und erlauben dem Gegner einen 8:0- oder 10:0-Run. Dann geht das zuvor erarbeitete den Bach runter. Daran müssen wir arbeiten, unseren Fokus 40 Minuten zu halten. Es wird innerhalb eines Spiels immer Höhen und Tiefen geben. Wir dürfen aber nicht für zwei, drei Minuten unser Gehirn abschalten. Gute Teams werden das sofort bestrafen. Wie Chimki. Wir waren 35 Minuten dran, haben sogar schon mit sieben Punkten geführt. Dann haben wir nachgelassen und Markel Brown hat zwei, drei Dreier in Folge getroffen. Das war’s mit dem Spiel.

Sie sagen, es gab Probleme mit der Kommunikation. Ist das eine Frage des Miteinanderredens auf dem Court?

Sagen wir, es ist eine Frage der Kommunikation, gepaart mit Konzentration und Fokus. Da müssen wir auf einem hohen Level bleiben. Auch wenn wir mit zehn Punkten führen, dürfen wir nicht eine Sekunde nachlassen. Gegen Bilbao haben wir ein gutes erstes Viertel gespielt und sie dann ins Spiel zurückkommen lassen. Dann haben sie sich auf unserem Court wohlgefühlt. Das dürfen wir in eigener Halle nicht zulassen. Wir müssen zeigen: Das ist unser Court, hier gibt es keine einfachen Punkte.

Was machte den Übergang von Obradovic zu Caki so schwierig?

Einige Spieler sind neu hinzugekommen. Von den Ausländern sind nur Gagi (Dragan Milosavljevic, d. Red.) und ich geblieben. Dazu kamen einige neue deutsche Spieler. Es war also nicht nur der Coach. Es war klar, dass wir unseren besten Basketball nicht gleich zu Saisonbeginn spielen werden. Doch jeder hat versucht, sich so schnell wie möglich ins System einzufügen. Einige Spieler sind auch neu in der BBL, sie mussten sich auch daran gewöhnen. Die Teams hier spielen über 40 Minuten eine sehr physische Defense. Bei Auswärtsspielen ist es egal, ob du gegen Bamberg, Bayern, Ulm oder ein Team vom unteren Teil der Tabelle spielst: Die Hallen sind immer voll. Alle sind sehr motiviert, vor den eigenen Fans zu spielen. Wenn dann ein Team wie ALBA kommt, noch mehr. Darauf müssen sich die Neuen erst einstellen. Jetzt arbeiten wir daran, unsere Tabellenposition zu verbessern.

Was sind die Unterschiede im System zwischen Obradovic und Caki?

Jeder Trainer hat sein System, seinen Spielstil. Das sind oft Details. Wir spielen in dieser Saison etwas schneller, pushen den Ball mehr. In der Offense haben wir etwas mehr Freiheiten, Entscheidungen zu treffen. Es gibt schon einige Unterschiede. Aber wie gesagt, das betrifft vor allem Details.

Haben Sie ein Beispiel dafür?

Der neue Trainer hat natürlich andere Setplays, eine andere Rotation in der Defensive.

Obradovic hat auch einen anderen Führungsstil als Caki.

Das ist offensichtlich. (lacht) Coach Obradovic versucht, die Spieler auf seine Art zu motivieren. Coach Caki hat eine andere. Das Ziel ist aber das gleiche: das Beste aus den Spielern und dem Team herauszuholen.

Nach dem Sieg in Gießen, bei dem ALBA eine ordentliche Vorstellung gezeigt hat, haben Sie gesagt, dass Sie nicht ganz zufrieden waren. Das Team hätte nicht über 40 Minuten gut gespielt.

Es ist immer einfacher, sich nach einem Sieg zu verbessern und aus Fehlern zu lernen. Wir hatten in Gießen wieder einige schwächere Phasen, hätten das Spiel früher entscheiden müssen. Wir haben dem Gegner wieder eine Chance gegeben, ins Spiel zurückzukommen.

Sehen Sie das als Ihre Rolle, als erfahrener Spieler darauf aufmerksam zu machen?

Nun, ich wurde nach meinem Eindruck vom Spiel gefragt und ich habe nur gesagt, wie ich es empfunden habe.

Reden Sie darüber auch in der Kabine?

Nicht nur da. Wir versuchen auch im Spiel, Dinge anzusprechen. Bei Freiwürfen kommen wir zusammen, sprechen über das nächste System, was wir besser machen wollen.

Haben Sie das nach dem schlechten Saisonstart vermehrt getan?

Wir versuchen, das bei jeder Gelegenheit zu machen. Vor allem die Point Guards holen uns zusammen, sagen, welches System wir als nächstes spielen werden und auf welche Details wir achten müssen. Wir dürfen uns da nicht nur auf die Auszeiten verlassen.

Sehen Sie beim Team die Gefahr, dass es zu schnell zufrieden ist? Sie haben die Höhen und Tiefen in den Spielen angesprochen.

Ich denke nicht, dass es daran liegt. Vielleicht fehlt uns noch der Killer-Instinkt. Wenn wir mit zehn Punkten führen, dürfen wir dem Gegner keine Chance mehr geben, zurück ins Spiel zu kommen. Das hat uns in einigen Spielen gefehlt, den Gegner frühzeitig zu schlagen. Zuletzt in Würzburg haben wir mit 20 Punkten geführt. Wir haben gestoppt, dumme Fehler gemacht und der Vorsprung schmolz dahin. Bei 20 Punkten Vorsprung musste du auf 30 gehen und das Spiel entscheiden.

Wie profitieren Sie vom neuen System mit mehr Freiheiten in der Offensive?

Meine Mitspieler setzen mich im Pick’n’Roll und im Low Post gut ein. Auch im Transition-Spiel. Wir spielen viel Pick’n’Roll und haben einige Inside-Spielzüge für mich. In diesen Situationen versuche ich, zu scoren und dem Team zu helfen.

Das System von Sasa Obradovic hatte die Devise: den Ball zuerst nach innen bringen.

Ja, das stimmt. Ich denke, ich habe auch in diesem System gut gespielt. Nun gibt es, wie gesagt, einige Unterschiede und ich versuche, auch im neuen System mein Bestes zu geben und die Dinge zu tun, die der Trainer verlangt.

Was erwartet Coach Caki von Ihnen?

Das hängt auch vom Gegner ab. Sind die Big Men schneller oder langsamer? Auch davon hängt es ab, wie wir attackieren. Ob wir mehr Pick’n’Roll oder Low Post spielen. Wir haben viele Setplays und Systeme, die wir auf den Gegner ausrichten. Wir suchen immer nach den Schwachstellen des Gegners, dort wollen wir attackieren.

Sie haben sich auch in Ihrem Passspiel leicht gesteigert. Ihre Assist-Zahlen sind nach oben gegangen. Ist das auch Teil des Systems, den Ball nach innen zu bringen und den Kick-out-Pass zu spielen?

Ja, das Inside-outside-Spiel aus dem Low Post oder nach dem Pick’n’Roll gehört dazu. Wenn der Gegner die Zone dichtmacht oder die Hilfe kommt, versuchen wir, den offenen Mitspieler zu finden.

Waren Sie schon immer ein Scorer?

Jeder mag es doch, zu scoren. Ich versuche einfach, meine Fähigkeiten im Abschluss zu nutzen. Im Low Post oder aus der Mitteldistanz.

Woher kommen Ihre Moves? Haben Sie ein Vorbild?

Ich arbeite mein ganzes Leben an meinen Moves. Als ich klein war, waren Tim Duncan und Pau Gasol meine Vorbilder. Als ich sie auf dem Court sah, wollte ich auch so spielen. Ich mag ihre Art des Basketballs sehr.

Wie trainieren Sie Ihre Bewegungen?

Wir haben meist im Vormittagstraining individuelle Einheiten. Da trainiere ich die Low-Post-Moves, das Face-up- und das Mitteldistanz-Spiel.

Ihr Mitteldistanzwurf ist so etwas wie Ihr Markenzeichen. Den sieht man nicht mehr so oft. Manch einer sagt, der ist aus der Mode.

Darauf darf ich nicht hören. Dieser Wurf macht mein Spiel vollständig. Es ist schwer, einen Spieler zu verteidigen, der im Low Post und aus der Mitteldistanz scoren kann. Das nutzen wir in dieser Saison viel. Wenn die Defense zu Hilfe kommt, kann ich auch passen. Das ist mein Spiel. Ich nutze diesen Wurf, seit ich Basketball spiele.

Wie verlief Ihre Basketballausbildung in Bosnien? Waren Sie schon immer Center?

Ich war zunächst ein Spieler zwischen Vier und Fünf. Ich bin in Tuzla aufgewachsen. Mein Heimatklub ist Sloboda Tuzla. Der Klub und die Stadt sind im ehemaligen Jugoslawien bekannt dafür, viele talentierte Spieler hervorgebracht zu haben. Die Menschen dort lieben den Basketball. In Tuzla ist zum Beispiel Mirza Teletovic aufgewachsen, der jetzt für die Milwaukee Bucks spielt. Oder Damir Mrsic, der lange für Fenerbahce spielte. In den Jugendauswahlen spielte ich aufgrund meiner Größe meist auf der Fünf, hatte aber immer auch Eigenschaften eines Vierers. Nachdem ich für meinen Heimatklub gespielt hatte, ging ich zu Roter Stern Belgrad. Das war ein wichtiger Schritt, ich entwickelte mich weiter. Ich spielte dort mit 19 Jahren Eurocup. Das war eine große Erfahrung und hat mir als junger Spieler sehr geholfen.

Wurden Sie in Tuzla stur auf Center trainiert?

Nein, die Trainer haben immer versucht, zunächst deine Fähigkeiten in allen Aspekten des Spiels zu trainieren. Das Ziel war, einen kompletten Spieler zu formen, der alle Skills hat. Doch mit 18 oder 19 war meine Position auf dem Court klar und ich spielte meist Center.

Wie wichtig ist eine umfassende Ausbildung ohne schnelle Festlegung auf eine Position?

Als junger Spieler ist es wichtig, alle Basketballskills zu trainieren. Aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, zu dem man sich auf die Dinge konzentrieren sollte, die man gut beherrscht. Mit 15, 16 kann man noch experimentieren. Aber mit 18, 19 sollte man vor allem an seinen Stärken arbeiten.

Ein schwächerer Teil Ihres Spiels ist die Verteidigung. Würden Sie dem zustimmen?

Im Vergleich zur Offense stimmt das wohl. (lacht) Ich würde aber nicht sagen, dass meine Verteidigung grundsätzlich schwach ist. Aber natürlich kann ich mich in diesem Bereich noch steigern. In diesem Jahr wollen wir in der Pick’n’Roll-Defense aggressiver sein, spielen hier Step-out. Ich denke, das klappt schon besser als zu Beginn der Saison. Da geht es aber nicht nur meine individuelle Leistung, sondern es hat viel mit der Teamdefense zu tun. Ich kann eine gute Step-out-Verteidigung spielen, wenn dann aber die Rotation nicht stimmt, kann der Gegner scoren. Ich versuche immer, im Pick’n’Roll aggressiv zu sein und im Low Post Deny zu spielen. Ich versuche, meine Schnelligkeit und mein Spielverständnis zu nutzen, um meinen Gegenspieler zu stoppen.

Mögen Sie die Hedge-Defense, wenn Sie den gegnerischen Point Guard doppeln?

Das hängt ja immer vom Gegner hab. Wenn der Guard ein guter Scorer ist, versuchen wir, ihn mit Doppeln zu stoppen, damit er den Ball freigibt. Dann ist die Rotation wichtig. Aber wir spielen nicht nur eine Art der Pick’n’Roll-Defense. Der Gegner könnte sich zu leicht darauf einstellen. Auch während eines Spiels versuchen wir, den Rhythmus zu wechseln und auf verschiedene Art zu verteidigen.

Gibt es in der Verteidigung etwas, das Sie am meisten verbessern möchten?

Das wäre wohl der Defensiv-Rebound.

Ihre Kindheit in Tuzla muss schwer gewesen sein. Sie sind 1988 geboren. Es war die Zeit des Bürgerkriegs. Viele Flüchtlinge kamen in die Stadt. Welche Erinnerungen haben Sie?

Der Krieg war 1995 vorbei. Ich kam zu dieser Zeit in die Grundschule. Die Situation war natürlich nicht gut. Aber es wurde mit der Zeit immer besser. An den Krieg habe ich keine großen Erinnerungen. Ich war wohl noch zu klein. Für die Menschen und das Land war es eine schwere Zeit. Auch heute ist die wirtschaftliche Situation in Bosnien nicht einfach. Wir alle versuchen, Bosnien zu einem besseren Platz zum Leben zu machen.

An Kriegshandlungen haben Sie keine Erinnerungen?

Wenig. Es gab Kampfhandlungen in Tuzla, aber das war 1991 und 1992. Ich erinnere, dass wir uns davon fernhielten. Wir waren nicht im Zentrum des Konflikts, blieben aber in unserem Haus.

Tuzla war eine Stadt, in der Serben, Bosnier und viele andere gut miteinander auskamen.

Das ist noch heute so. Tuzla ist bekannt dafür, dass dort viele verschiedene Gruppen zusammenleben. Es gibt Moslems, Katholiken, Orthodoxe, Menschen jüdischen Glaubens. Sie alle leben miteinander. Daran hat auch der Krieg nicht viel geändert. Es gibt Städte, in denen das anders war. Nicht so in meiner Heimatstadt. Ich bin stolz darauf, dass in Tuzla alle Menschen ohne Probleme leben können.

Leben Sie noch immer in Tuzla?

Im Sommer bin ich die meiste Zeit in Belgrad. Tuzla ist aber nur etwa zwei Stunden entfernt. Ich bin auch dort und am Meer. Nach rund sechs Wochen geht dann das reguläre Leben eines Profis wieder los.

Bei ALBA spielen Sie viele Minuten. Im Schnitt über 28, oft 30 oder mehr. Befürchten Sie, das könnte auf die Dauer einer Saison zum Problem werden?

Ich denke nicht. Ich fühle mich gut. Ich bin an diese Rolle gewohnt.

Letzte Saison gingen Ihre Zahlen in den Playoffs runter. Das traf allerdings auf das gesamte Team zu. War das auch eine Frage der Kraft?

Wir haben als Team in der Serie gegen Frankfurt einfach schlecht gespielt. Frankfurt war gut in Form, hatte den Fiba Europecup gewonnen und viel Selbstbewusstsein. Sie haben ihren Heimvorteil gut genutzt. Wir haben unser Heimspiel in der letzten Minute verloren. Es war schwer, wieder zurückzukommen. Wir müssen einfach gestehen, dass sie besseren Basketball gespielt haben.

Auf Ihrer Position soll Bogdan Radosavljevic für Entlastung sorgen. Er hat derzeit Probleme. Wir können Sie ihm helfen?

Wir haben eine gute Rotation auf den großen Positionen. Einige Spieler können verschiedene Positionen einnehmen. Tony Gaffney spielt manchmal auf der Fünf. Bogdan und ich standen schon zusammen auf dem Court. Niels Giffey spielt diese Saison gut auf der Vier. Dazu ist Malcolm Miller nach seiner Verletzung zurück und sucht jetzt seinen Rhythmus. Wir haben da also viele Optionen.

Und wie helfen Sie Radosavljevic? Er hat ja eine starke Preseason gespielt.

Natürlich reden wir darüber. Er versucht immer, dem Team zu helfen. Das klappt mal besser, mal weniger. Aber er hat viel Potenzial und Talent. Er wird sich steigern.

Nach den Problemen zum Saisonstart: Wie weit kann ALBA kommen?

Es ist noch zu früh für Prognosen. Letzte Saison waren wir nach der ersten Saisonphase Tabellenzweiter und sind dann auf Rang sechs abgerutscht. Das Ziel ist noch immer, unter die ersten vier zu kommen und den Heimvorteil zu sichern. Mal sehen, ob uns das gelingt. Einige Teams spielen guten Basketball. Wie Bamberg, Bayern und Ulm. Auch Bayreuth spielt bisher eine starke Saison. Aber wir haben noch immer die Chance, in diese Gruppe vorzustoßen. Noch haben wir viele Spiele vor uns. Wir hatten leider einige unerwartete Niederlagen. Besonders zu Hause. Aber noch sind alle Möglichkeiten da.

Wie wichtig waren der Sieg in Wilna und das Weiterkommen im Eurocup für den Rest der Saison?

Vielleicht hätten wir dieses Spiel wieder früher klarmachen müssen. Doch Wilna ist ein gutes Team, besonders zu Hause. Wir haben in einem wichtigen Spiel eine gute Reaktion gezeigt. Wir haben damit unser erstes Saisonziel erreicht. Das gibt uns Selbstbewusstsein. Wir haben Charakter gezeigt. Ich denke, wir hätten es auch nicht verdient, in dieser ausgeglichenen Gruppe auszuscheiden.

Ihr Vertrag läuft im Sommer aus. Denken Sie schon darüber nach?

Das darf ich in dieser Phase nicht tun. Das wäre der größte Fehler. Ich konzentriere mich nur auf das nächste Spiel. Das sollten wir alle tun: von Spiel zu Spiel denken. Da kann ich nicht an den Sommer und meinen nächsten Schritt denken.

Durch Ihre Leistungen, auch im Eurocup, wo Sie zu den Top-Scorern gehören, werden sicher einige Teams auf Sie aufmerksam.

Ich weiß nicht. Wir werden sehen.

Sie können sich aber vorstellen, in Berlin zu bleiben?

Wie gesagt: Ich mag den Klub, ich mag die Stadt. Ich kann über ALBA nur das Beste sagen.


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